300 Jahre alte Bausubstanz: A+++ Wärmepumpe für Wohn- und Geschäftshaus

Moderne Heiztechnik im denkmalgeschützten Gebäude: Bei der energetischen Sanierung konnte die alte Ölheizung durch eine monovalente Wärmepumpenanlage ersetzt werden.

Saerbeck – Für die van Paridon GmbH aus Goch war dieses Objekt in Kerken ein Testfall: ein Wohn- und Geschäftshaus von 1715 mit rund 30 kW Heizlast. Dazu ein Verteilnetz aus überwiegend klassischen Radiatoren. Einer Hochtemperaturwärmepumpe von Remeha gelang es hier, die Brücke zwischen kleinem Sanierungsaufwand und großem Komfortgewinn zu schlagen.

Die Monoblock-Wärmepumpe Effenca HT stellt Vorlauftemperaturen bis 80 °C bereit – das genügt, um auch kaum gedämmte Häuser komplett mit Energie aus erneuerbaren Quellen zu beheizen. Gleichzeitig arbeitet das Modell mit einem breiten Modulationsbereich zwischen 7 und 37,3 kW sehr effizient: Die 30-kW-Ausführung kann einen COP von 4,6 bei A7/W35 vorweisen. Mit dieser Technik war es möglich, die bestehende Wärmeverteilung im Kerkener Objekt weitgehend zu erhalten und so die historische Gebäudesubstanz zu bewahren.

Das Außengerät der verbauten Effenca misst 1806x1881x672 (HxBxT) und ist mit 364 kg vergleichsweise leicht. Wie bei Wärmepumpen mit dem Kältemittel R290 erforderlich, wurde die Außeneinheit mit Schutzabstand zu Haus und Nachbargrundstücken aufgestellt. Eine geschmackvolle Holzeinhausung dämpft das Betriebsgeräusch von ca. 63-66 dB(A). Zugleich schirmt sie die Wärmepumpe gegen Witterung, Diebstahl und Vandalismus ab. Einen Teil des Betriebsstroms liefert die PV-Anlage auf dem Hausdach. Gemäß Vorschrift für derart leistungsstarke Wärmepumpen wurde ein 150-l-Pufferspeicher angebunden. Die Regelung übernimmt der HP-Controller Ace MB.

Der Austausch der alten Ölheizung verlief unkompliziert und planmäßig. 385 m² an Wohn- und Gewerbeflächen werden nun zuverlässig mit fossilfrei erzeugter Wärme versorgt. Die Trinkwarmwasserbereitung erfolgt per Durchlauferhitzer. Gregor Hövelmann, Geschäftsführer von van Paridon, lobt die technische Begleitung durch Remeha und freut sich über den zufriedenen Kunden: „Die Leistung von 30 kW reicht hier vollkommen aus. Wir haben die erste Heizperiode über dem Winter erfolgreich meistern können, bei recht geringem Verbrauch.“ Damit dient das Projekt auch dem Verarbeitungsbetrieb als wichtiges Referenzobjekt für zukünftige Wärmepumpenanwendungen im Gebäudebestand.

Weitere Informationen zu Remeha und den Lösungen zu den Herausforderungen der Energie- und Wärmewende finden sich auf der Webseite www.remeha.de.

Ein Video zum Projekt steht auf Referenz Wohn- und Geschäftshaus Kerken | Remeha zur Verfügung.

Bilder: Remeha GmbH, Saerbeck

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